Die diesjährige Sonnwendfeier findet am Sonntag, 23.06.2019, 17:00 Uhr in Fahrensodde statt.


Sonnwendfeier 2019Wir begrüßen, wieder gemeinsam mit dem Flensborg Yacht Club, den Sommer am fast längsten Tag des Jahres.  Bereits in den späten Nachmittagsstunden wird gefeiert, bis die Sonne am Horizont untergeht. Und bei Einbruch der Dunkelheit darf das Feuer entfacht werden.

Beim „Pottkieker“ wird der Grill angefeuert und es werden kleine Snacks für kleines Geld angeboten. Dafür wird bis Sonntag, 16.06. eine verbindliche Anmeldung benötigt. Wie bekannt, liegt im „Pottkieker“ eine Liste aus.

Offshore-Segeln und olympisches Segeln rücken enger zusammen

Der DSV unterstützt ab sofort das Offshore Team Germany

Kiel/Hamburg, 13. Juni 2019. Als ideeller Partner wird der Deutsche Segler-Verband (DSV) die Kampagne des Offshore Team Germany (OTG) für die Teilnahme am „The Ocean Race 2021/22“ (TOR) begleiten, den Auftritt des OTG über seine Kanäle fördern und mit der gemeinsamen Bündelung des Know-hows daran arbeiten, dass sich für deutsche Spitzensegler langfristige Perspektiven im Segelsport ergeben.

Seit der Gründung der Kampagne vor rund zweieinhalb Jahren transportiert das Offshore Team Germany den Claim #madeingermany. Dabei geht es nicht nur darum, zukünftig deutscher Technik eine Präsentationsplattform zu bieten. Vielmehr soll auch deutschen Nachwuchsseglern aus dem olympischen Bereich die Tür zum professionellen Hochseesegeln geöffnet werden. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Offshore-Segeln in 2024 olympisch werden soll, rückt eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Offshore- und dem olympischen Segeln wieder in den Fokus.

Mit dem ehemaligen 470er-Segler Morten Bogacki, der im September für das Offshore Team Germany das Mini Transat bestreiten wird, sowie dem ehemaligen Finn-Junioren-Weltmeister Phillip Kasüske und dem aktuellen 49er-WM-Dritten Fabian Graf werden bereits drei Athleten aus Olympiaklassen in das OTG integriert. Doch gerade das Format des 'The Ocean Race' als Etappen-Rennen rund um die Welt bietet die Möglichkeit, auf den Positionen zu rotieren und so sechs bis acht Deutsche in das Team für 2021/22 aufzunehmen.

„Die Kooperation mit dem Offshore Team Germany ist für den Deutschen Segler-Verband aus verschiedenen Sichtweisen von besonderer Bedeutung. Zum einen ist die Emotionalisierung, die mit einer Teilnahme am Ocean Race einhergehen würde, hervorragend geeignet, um dem Segelsport mehr mediale Aufmerksamkeit zu bescheren. Zum anderen lässt sich bei unseren Athleten eine Begeisterung schüren, die weit über den Jugendbereich oder eine olympische Kampagne hinausreicht“, sagt DSV-Präsidentin Mona Küppers und führt weiter aus: „Es ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Denn das OTG kann auf gut ausgebildete Kadersegler zurückgreifen, und mit Sicht auf Olympia 2024 können wir gemeinsam an einem erfolgreichen Offshore-Auftritt arbeiten.“

Auch Jens Kuphal, Teammanager des Offshore Team Germany, freut sich über den gemeinsamen Auftritt: „Es war immer unser Ziel, junge, hungrige deutsche Kader-Segler in unsere Kampagne zu integrieren. Dass dies auch vom DSV als Spitzensportverband mit dieser Partnerschaft unterstützt wird, zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Für 2021/22 wollen wir ein Team kreieren, in dem unsere Athleten von international erfahrenen Ocean-Seglern profitieren können. Diese Erfahrung soll dann weiter in den deutschen Segelsport getragen werden. Denn die Teilnahme am kommenden 'The Ocean Race' soll nur der Anfang sein. Und mit der neuen Olympia-Disziplin Mixed Offshore tut sich ein komplett neues Spielfeld auf, für das wir schon jetzt sehr geeignete Athleten im Team haben.“

Allen voran ist damit Robert Stanjek gemeint. Der Mitinitiator der OTG-Kampagne und Skipper des Imoca Open 60 „GER 21“, hat bereits 2012 mit dem sechsten Platz im Starboot seine Olympiaklasse bewiesen und kann mit zwei Siegen beim berühmten Fastnet Race auch schon erste Offshore-Erfolge aufweisen. Jetzt will er mit einer TOR-Teilnahme einen der Gipfel des Segelsports erklimmen. „Im Segelsport gibt es drei Leuchttürme: Olympia, der America's Cup und das Ocean Race. Der America's Cup ist für ein deutsches Team aktuell nicht realistisch. Offshore und Olympia rücken enger zusammen, daher ist eine Teilnahme am 'The Ocean Race' eine großartige Möglichkeit, um sich vielseitig zu schulen. Ich freue mich, auf diesem Weg junge deutsche Segler mitnehmen zu können“, sagt Stanjek. Durch seine monatelange Ausbildung beim niederländischen Volvo-Ocean-Race-„Team Brunel“ unter Bouwe Bekking weiß er, dass auf hoher See der komplette Segler geformt wird.

Morten Bogacki ist nach seinem Engagement im olympischen Bereich bereits vom Hochsee-Fieber gepackt und sieht neben dem Mini-Transat und dem „The Ocean Race“ für 2024 nun ganz neue Perspektiven: „Mit der Entscheidung des Weltseglerverbandes für die Spiele in Paris und Marseille sieht man, dass Offshore Trend ist. Für mich ist es nach dem Segeln im olympischen Bereich und dem Einstieg ins Offshore-Segeln perfekt, dass nun dieser Bogen geschlagen wird“, sagt Bogacki und ergänzt: „Aber unabhängig von der Disziplin Mixed Offshore sieht man immer wieder, dass es nicht verkehrt sein kann, links und rechts zu schauen. Die Verzahnung zwischen den verschiedenen Segel-Disziplinen ist wichtig und sorgt dafür, dass die Segler vielfältig einsetzbar sind.“

In diese Kerbe schlägt auch Finn-Junioren-Weltmeister Phillip Kasüske, der sich nach den ersten Testfahrten auf der „GER 21“ als die Kraftmaschine im Team hervorgetan hat: „Für mich ist das wie eine Ausbildung, und ich versuche mich so einzubringen, wie es für das Team am besten ist. In der Finn-Klasse bin ich bis zur Weltmeisterschaft auf allen Ebenen gesegelt. Jetzt ist es gut, auch mal einen anderen Input zu bekommen und seinen Horizont zu erweitern. Gemeinsam mit den Profis den Imoca Open 60 kennenzulernen, ist ein unglaublich spannender Lernprozess. Das kann ich nur jedem empfehlen.“ Für 2020 gibt es für Phillip Kasüske noch eine kleine Chance zur Olympia-Teilnahme, danach will er sich voll dem neuen Beschäftigungsfeld im Segelsport widmen.

Mit Fabian Graf hat Teamkapitän Robert Stanjek einen weiteren Segler aus dem Nationalkader des German Sailing Team in den Fokus genommen. Auch wenn für den 49er-Vorschoter das olympische Segeln an erster Stelle steht, so hat er in seiner eigenen Klasse doch internationale Vorbilder, dass paralleles Agieren möglich ist. „Das Ocean Race habe ich schon immer verfolgt. Und besonders aufregend war es bei der letzten Auflage, als die 49er-Olympiasieger Peter Burling und Blair Tuke mit am Start waren. Mit dem Offshore Team Germany tun sich nun neue Perspektiven auf. Bisher war es für deutsche Segler nur möglich, mit einer Olympiamedaille im Profibereich eine Chance zu bekommen. Jetzt gibt es einen weiteren Weg“, sagt Graf und erklärt, wie er sich in die Offshore-Kampagne einbringen könnte: „Ich bin sehr vielseitig, kann mich unterordnen, habe in einigen Bereichen aber auch einen guten Blick, der ein wichtiger Input sein kann.“

Bei der Taufe der „GER 21“ in Kiel am 21. Juni, der Teilnahme am Welcome Race zur Kieler Woche am 22. Juni und schließlich der ersten großen Regatta-Herausforderung, dem Fastnet Race (Start: 3. August vor der südenglischen Isle of Wight) wird sich nicht nur der DSV an der Seite des OTG präsentieren, sondern auch die jungen deutschen Akteure die Chance haben, auf dem Imoca Open 60 Erfahrung zu sammeln.

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BU 1: Phillip Kasüske gehört zu den jungen Kaderseglern aus dem Olympiabereich, die nun beim Offshore Team Germany ihre Chance ergreifen. Vor allem seine Kraft am Grinder ist an Bord der "GER 21" gefragt. Foto: OTG

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BU 2: Nach ersten Testfahrten vor der südenglischen Küste ist der Imoca Open 60 des OTG inzwischen auf dem Überführungstörn nach Kiel zur Taufe am 21. Juni. Foto: OTG

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Zwei Top-Ten-Plätze beim Weltcup-Finale vor Marseille: Das German Sailing Team tankt Motivation für anstehende Aufgaben

Marseille, 9. Juni 2019. Kleines Aufgebot, große Wirkung: Das German Sailing Team hat beim Weltcup-Finale vor Marseille mit einer Kernmannschaft zwei Top-Ten-Platzierungen erkämpft. Im Mixed-Katamaran Nacra 17 hatten sich Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer im weltmeisterlich besetzten Feld mit drei zweiten Rängen und acht einstelligen Ergebnissen hervorragend positioniert und vor dem Medaillenrennen sogar noch eine kleine Chance auf einen Podiumsplatz. Entsprechend startete die Crew vom Kieler Yacht-Club mit vollem Risiko ins Finale, wurde dafür aber nicht belohnt. Ein knapper Frühstart bedeutete in der Endabrechnung Platz acht für die junge Mannschaft aus Norddeutschland.

„Wir sind trotzdem sehr zufrieden mit unseren Fortschritten“, sagte Paul Kohlhoff, „wir hatten vor dem Finale eine Minimal-Chance auf Bronze. Wir wussten, dass wir idealerweise den Start und das Rennen gewinnen müssen, um tatsächlich noch so weit nach vorne zu fahren. Der Frühstart war mein Fehler. Andererseits waren hier die Nummer eins, drei, vier und fünf der Olympischen Spiele 2016 am Start und wir konnten uns insgesamt schon wirklich gut behaupten. Bei Starkwind agieren wir mit allen, auch mit den führenden Italienern auf Augenhöhe. Bei schwächeren Winden noch nicht ganz. Aber das Gesamtpaket wird immer besser. Daran arbeiten wir weiter intensiv.“ DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner hat den überzeugenden Einsatz der Katamaran-Foiler beobachtet und lobte: „Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer sind eine starke Serie gefahren.“

Auch Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer YachtClub) hatten sich vor dem Medaillenrennen als Gesamt-Sechste eine gute Ausgangsbasis für das Finale verschafft. Mit sechs überzeugenden einstelligen Resultaten hatte sich das süddeutsche Duo inmitten der 470er-Weltelite platziert und tankte damit viel Motivation für die noch in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft anstehende Aufgabe, für Deutschland die Nationenplatz im 470er der Männer für die Olympischen Spiele 2020 zu sichern.

Philipp Autenrieth berichtete nach dem Medaillenrennen in leichten Winden, bei die GER-Crew zum Abschluss Platz fünf erkämpfte: „Wir sind insgesamt super zufrieden. Das ist unser bestes Weltcup-Ergebnis in einem sehr gut besetzten Feld. Wir sind nicht phänomenal, aber gut und solide gesegelt. Das Hauptziel für dieses Jahres bleibt die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele, die wir bei der Weltmeisterschaft ab 20. Juli in Japan schaffen wollen. Es werden dort vier weitere Plätze verteilt und wir wollen einen davon. Das wird keine leichte Aufgabe, denn es sind noch eine Reihe guter Nationen ohne olympischen Startplatz, aber wir sind ja mit zwei deutschen Teams am Start und werden gemeinsam darum kämpfen.“ Auch Sportdirektorin Stegenwalner hat die gelungene Leistung der 470er-Segler beim Weltcup-Finale beobachtet und sagte: „Wir freuen uns, dass die beiden an ihre guten Leistungen von der Europameisterschaft anknüpfen konnten.“

Auch die Berliner 470er-Seglerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) blicken auf eine insgesamt gute Weltcup-Serie zurück, hatten aber das erste Rennen aufgeben müssen, was sie in der Endabrechnung als Gesamt-Elfte knapp um den Einzug ins Medaillenfinale brachte. In weiteren Disziplinen waren deutsche Spitzensegler vor Marseille teilweise nicht im Einsatz, weil sie sich bereits auf anstehende Welttitelkämpfe und andere Aufgaben vorbereiten. In der offenen Serie der IKA-Formula-Kitesurfer belegte Florian Gruber aus Garmisch Partenkirchen Platz sieben.

WELTCUP-FINALE MARSEILLE 2019 - ENDERGEBNISSE

NACRA 17
1. Vittorio Bissaro/Maelle Frascari (ITA), 32 Punkte
2. John Gimson/Anna Burnet (GBR), 50 Punkte
3. Ruggero Tita/Caterina Banti (ITAA), 51 Punkte
8. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club), 78 Punkte

470ER MÄNNER
1. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS), 21 Punkte
2. Jordi Xammar/Nicolás Rodriguez (ESP), 47 Punkte
3. Hyppolyte Machetti/Sidoine Dantes (FRA), 66 Punkte
6. Simon Diesch/Philipp Autenrieht (Württembergischer YC/Bayerischer YC), 78 Punkte

470ER FRAUEN
1. Camille Lacointre/Aloise Retornez (FRA), 41 Punkte
2. Hannah Mills/Eilidh McIntyre (GBR), 42 Punkte
3. Silvia Mas Depares/Patricia Cantero Reina (ESP), 70 Punkte
11. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club), 90 Punkte

IKA – Formula Kite
1. Nicolas Parlier (FRA), 20 Punkte
2. Theo de Ramecourt (FRA), 37 Punkte
3. Axel Mazella (FRA), 37 Punkte
7. Florian Gruber (Garmisch-Partenkirchen), 94 Punkte

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Laser-Steuermann Philipp Buhl gewinnt mit Bronze die erste EM-Medaille für das German Sailing Team im vorolympischen Jahr

Porto/Portugal, 25. Mai 2019. Deutschlands bester Lasersegler hat bei der Europameisterschaft der olympischen Einhand-Jollen im portugiesischen Revier von Porto die Bronzemedaille gewonnen. Der 29-jährige Steuermann vom Segelclub Alpsee-Immenstadt konnte bei den offen ausgeschriebenen kontinentalen Titelkämpfen nach einigen schwachen Ergebnissen zu Saisonbeginn wieder zeigen, warum er Weltranglisten-Vierter ist und zu den olympischen Hoffnungsträgern der Segelnationalmannschaft zählt. Europameister wurde der Brite Lorenzo Chiavarini vor seinem Landsmann und Doppel-Weltmeister Nick Thompson. Die offene Wertung aller 162 Laser-Starter aus 55 Ländern gewann der Australier Mathew Wearn.

Für Philipp Buhl markierte die Europameisterschaft nach enttäuschenden Ergebnissen zu Jahresbeginn einen wichtigen Wendepunkt in dieser Saison. Der WM-Dritte von 2018 hat sich im Süden Europas stark in der Weltspitze zurückgemeldet. „Das war mir sehr wichtig“, sagte Buhl, „und zwar sowohl für meinen Kopf als auch in der Wahrnehmung bei der Konkurrenz. Ich spiele wieder oben mit.“ Entsprechend begeistert äußerte sich auch Bundestrainer Alex Schlonski: „Wir sind zufrieden mit dieser Leistung. Natürlich ist es immer schade, wenn ein Athlet mit Titelchancen ins Finale startet, die aber nicht nutzen kann. Unter dem Strich jedoch war Philipps EM-Leistung sehr gut. Auch, weil er die Serie mit einem Tagessieg in leichten Winden eröffnen und zeigen konnte, dass er schwache Bedingungen ebenso meistern kann.“

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner freute sich über die Befreiung von Philipp Buhl aus seinem kurzen Leistungstief: „Uns überrascht die gute Leistung aber nicht. Wir haben nach einigen schwächeren Ergebnissen Anfang des Jahres schon gesagt, dass wir uns deswegen nicht sorgen. Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Arbeit des Laser-Teams jetzt mit Bronze belohnt wurde und gratulieren Philipp und Alex herzlich.“

Beste deutsche Steuerfrau im EM-Feld der Laser-Radial-Seglerinnen war Pia Kuhlmann vom Schaumburg-Lippischen Segelverein, die in der reinen EM-Wertung bis auf Platz 16 vorsegelte und die WM-reif besetzte Serie mit den starken Rängen 8, 7, 10 und 9 beendete. Svenja Weger vom Potsdamer Yacht-Club konnte sich am Finaltag der Laser-Radial-Europameisterschaft als Gesamt-Neunzehnte noch in die Top 20 der um die Übersee-Teams bereinigten EM-Wertung vorarbeiten. Für die Sportsoldatin, die in Regie von Jonasz Stelmaszyk trainiert, kam das nach schwachem EM-Auftakt einem kleinen Happy End gleich. Europameisterin und Gewinnerin der Gesamt-Trophäe wurde die Dänin Anne-Marie Rindom vor Olympiasiegerin Marit Bouwmeester aus den Niederlanden und Emma Plasschaert aus Belgien.

ENDERGEBNISSE LASER EUROPAMEISTERSCHAFT 2019
Porto/Portugal

EM-WERTUNG LASER
(bereinigt um Übersee-Teams)
1. Lorenzo Brando Chiavarini (GBR), 54 Punkte
2. Nick Thompson (GBR), 63 Punkte
3. Philipp Buhl (SC Alpsee Immenstadt), 67 Punkte
25. Nik Aaron Willim (Norddeutscher Regatta Verein)

OFFENE EM-WERTUNG
1. Mathew Wearn (AUS), 39 Punkte
2. Sam Meech (NZL), 53 Punkte
3. Lorenzo Brando Chiavarini, (GBR), 54 Punkte
6. Philipp Buhl (SCAI), 67 Punkte

EM-WERTUNG LASER RADIAL
1. Anne-Marie Rindom (DEN), 33 Punkte
2. Marit Bouwmeester (NED), 45 Punkte
3. Emma Plasschaert (BEL), 47 Punkte
16. Pia Kuhlmann (Schaumburg-Lippischer Segelverein), 175 Punkte
19. Svenja Weger (Potsdamer Yacht-Club), 180 Punkte

OFFENE EM-WERTUNG LASER RADIAL
1. Anne-Marie Rindom (DEN), 33 Punkte
2. Marit Bouwmeester (NED), 45 Punkte
3. Emma Plasschaert (BEL), 47 Punkte
21. Pia Kuhlmann (Schaumburg-Lippischer Segelverein), 175 Punkte
24. Svenja Weger (Potsdamer Yacht-Club), 180 Punkte

(Anmerkung: Sämtliche Ergebnisse galten zunächst als vorläufig, weil am Nachmittag die Protestzeit noch nicht abgelaufen war.)

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Deutsche 49er-Crews segeln nur knapp an EM-Medaillenrängen vorbei
Finnsegler verpassen Chance auf Nationenqualifikation für Tokio 2020

19. Mai 2019. Die beiden erfolgreichsten deutschen 49er-Crews bei der Europameisterschaft im ehemaligen britischen Olympiarevier vor Weymouth sind nur knapp an den Medaillen vorbeigesegelt. Die Rio-Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil und Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein) erkämpften beim Kräftemessen mit der kompletten Weltelite der Skiffsegler Platz fünf. „Das hat unsere aktuelle Erwartungshaltung fast übertroffen. Wir sind aufgrund unserer Studien noch bis Sommer im Trainingsrückstand und das bekommt man an langen Tagen zu spüren“, sagte Erik Heil.

Die Trainings- und Teamkameraden Justus Schmidt und Max Boehme (Kieler Yacht-Club) beendeten die kontinentalen Titelkämpfe auf Platz sechs. „Mit beiden Ergebnissen können wir zum jetzigen Trainingsstand zufrieden sein. Wir sind auf sehr gutem Weg“, sagte 49er-Bundestrainer Marc Pickel. Die WM-Dritten von Aarhus, Tim Fischer (Norddeutscher Regatta Verein) und Fabian Graf (Verein Seglerhaus am Wannsee), die in Regie von 49er-Bundestrainer Max Groy trainieren, beendeten die herausragend besetzte Europameisterschaft mit zwei starken zweiten Rängen, mussten aber nach 20 Wettfahrten mit Platz 16 zufrieden sein.

Die Europameisterschaft hat ihre Teilnehmer an den letzten Tagen aufgrund flauer Winde auf einige Geduldsproben gestellt. So trugen die 49er-Segler ihre letzten Rennen der Hauptrunde am Sonntagmorgen in nur drei bis vier Knoten Wind aus und warteten dann viele Stunden auf den Startschuss für ihr Medaillenrennen, dass jedoch um 18 Uhr aufgrund der hartnäckigen Flaute abgesagt werden musste. Die Serie gewannen ohne Finale die neuseeländischen Olympiasieger und America’s-Cup-Gewinner Peter Burling und Blair Tuke. Neue Europameister sind die Briten Dylan Fletcher und Stuart Bithell.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, an diesem Wochenende auch als Vize-Präsidentin des Weltseglerverbandes World Sailing beim Halbjahrestreffen im Chelsea Football Club in London gefordert, sagte: „Die 49er-Gruppe im German Sailing Team macht weiter einen sehr starken Eindruck und leistet mit ihren Trainern Marc Pickel und Max Groy hervorragende Arbeit. Das Team nimmt überzeugend Kurs auf Enoshima 2020.“

Bei den parallel ausgetragenen Europameisterschaften der olympischen 49erFX-Seglerinnen hatten Tina Lutz (Chiemsee Yacht Club) und Susann Beucke (Hannoverscher Yacht-Club) das Medaillenrennen der besten zehn Crews als Zwölfte knapp verpasst. Vicky Jurczok und Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee) fanden als Achtzehnte in England nicht ganz zur gewohnten Form. Die Serie gewannen die Brasilianerinnen Martine Grael und Kahena Kunze. Neue 49erFX-Europameisterinnen sind die Holländerinnen Annemiek Bekkering und Annette Duetz.

Auch bei den europäischen Titelkämpfen in der olympischen Mixed-Katamaran-Klasse Nacra 17 fehlte Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) zum Einzug ins Finale der besten zehn Crews nicht viel. Dem eigenen Anspruch genügte das norddeutsche Duo aber nicht ganz. Paul Kohlhoff, dessen Team mit Bundestrainer Marcus Lynch trainiert, sagte: „Wir haben uns tatsächlich hier bei der EM nicht ganz so stark gefühlt wie noch in Palma. Nach dem Crash dort sind wir aktuell mit etwas anderem Material unterwegs. Das hat nicht geholfen. Und dann haben wir auch einige Fehler gemacht, die man sich da, wo wir hinwollen, einfach nicht mehr leisten darf. Unser Anspruch ist besser zu sein, als wir es hier waren. Wir sind aber glücklich darüber, dass wir die Kriterien für den Start bei den Pre-Olympics in diesem Jahr erfüllt haben.“

Deutsche Finnsegler verpassen Chance auf Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele 2020 – eine letzte kleine Chance bleibt

Bei der Europameisterschaft der Einhandjollen in Athen haben die deutschen Finn-Dinghy-Segler die Chance verpasst, für ihre Klasse den Nationenplatz bei den Olympischen Spielen 2020 zu sichern. Für den Berliner Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee) und den Kieler Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein) lag die Latte bei den kontinentalen Titelkämpfen in der mit olympischen Medaillengewinnern und Weltmeistern gespickten Flotte zu hoch.

Weder der 26-jährige Kohlhoff noch der 24-jährige Kasüske konnten in den Kampf um nur vier bei dieser EM ausgelobte Olympia-Startplätze für Enoshima eingreifen. Sie schlossen die EM auf den Plätzen 29 und 30 ab. Damit bleibt den Finn-Athleten im German Sailing Team und ihrem Trainer Mark Bulkeley nur noch eine Last-Minute-Chance im olympischen Jahr 2020, wenn voraussichtlich bei der Weltcup-Regatta in Genua ein letzter Platz für eine europäische Nation zu haben ist.

„Wir zählen immer noch zu den Jüngsten in unserer Klasse mit so vielen starken Seglern. Wir hatten hier eine Chance, aber wir wussten auch, dass es in der herausragend besetzten Flotte sehr hart wird. Leider hat es nicht geklappt“, sagte Max Kohlhoff, „ich selbst bin hier in diesem Revier einfach nicht in den Rhythmus gekommen. Aber Aufgeben ist natürlich keine Option. Wir werden bis zum Ende kämpfen.“

Mit insgesamt nur 19 zugelassenen Startern werden die Finnsegler bei der olympischen Regatta 2020 im japanischen Revier von Enoshima eines der kleinsten Felder bilden. Nur die 470er-Flotten sind ebenso klein. Die entsprechend begrenzten Qualifikationsmöglichkeiten – verteilt auf die verschiedenen Kontinente – lassen nur wenig Spielraum. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Segler den Nationenplatz bei der Europameisterschaft in Athen nicht sichern konnten, aber das ist für den Moment als sportliches Ergebnis so zu akzeptieren. Wir werden intern besprechen, wie es jetzt weitergeht“, erklärte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner.

Die Europameisterschaft der Finnsegler, die in flauen Winden unter einigen Ausfällen litt und für die Top Ten bereits nach acht Wettfahrten ins Medaillenrennen führte, gewann der britische Olympiasieger Giles Scott (48 Punkte) vor dem Neuseeländer Andy Maloney (52 Punkte) und Zombor Berecz (61 Punkte) aus Ungarn.

ENDERGEBNISSE DER KOMBINIERTEN OFFENEN EUROPAMEISTERSCHAFTEN
(Weymouth, Großbritannien)

49ER
1. Peter Burling/Blair Tuke (NZL), 72 Punkte
2. Dylan Fletcher/Stuart Bithell (GBR), 81 Punkte
3. James Peters/Fynn Sterritt (GBR), 91 Punkte
5. Erik Heil/Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein), 123 Punkte
6. Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club), 128 Punkte
16. Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), 184 Punkte

49erFX
1. Martine Grael/Kahena Kunze (BRA), 76 Punkte
2. Annemiek Bekkering/Annette Duetz (NED), 79 Punkte
3. Helene Naess/Marie Rønningen (NOR), 83 Punkte
12. Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee Yacht Club/Hannoverscher YC), 156 Punkte
18. Vicky Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee), 186 Punkte

Nacra 17
1. Ben Saxton/Nicola Boniface (GBR), 61 Punkte
2. John Gimson/Anna Burnett (GBR), 67 Punkte
3. Lin Cenholt/C.P. Lübeck (DEN), 71
12. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club), 143 Punkte

ENDSTAND FINN-DINGHY EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 (Athen, Griechenland)

1. Giles Scott (Großbritannien), 48 Punkte
2. Andy Maloney (Neuseeland), 52 Punkte
3. Zsombor Berecz (Ungarn), 61 Punkte
29. Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein), 191 Punkte
30. Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee), 205 Punkte

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